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Betrieb & Praxis - Vodafone

Vodafone: Tarifanbindung für fünf Jahre gesichert

30.09.2016 | In schwierigen und langwierigen Verhandlungen mit Vodafone hat die IG Metall die Anbindung an die Tariferhöhungen der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen für die nächsten fünf Jahre sichern können. Die Vodafone-Beschäftigten profitieren damit nicht nur 2016, sondern auch für die nächsten Jahre von den dort durchgesetzten Tarifabschlüssen.

Vodafone

Schon im vergangenen Jahr hatte Vodafone erkennen lassen, aus der Anbindung an den Flächentarif aussteigen zu wollen, da die darin vereinbarten Entgelterhöhungen die in der TK-Branche üblichen Gehaltssteigerungen überschreiten würden. In diesem Jahr hat der Arbeitgeberverband auf Betreiben von Vodafone dem Mobilfunkunternehmen den Weg dazu geebnet. Er kündigte für den Fall, dass auch in diesem Jahr keine Einigung über eine Änderung der Tariferhöhungen mit der IG Metall zustande kommt, kurzerhand die entsprechende Übernahme-
vorschrift im Rahmentarifvertrag Telekommunikation (RTV TK), der für Vodafone gilt. Damit hätte das Unternehmen die Tariferhöhungen entsprechend dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie NRW ab 2017 nicht mehr auszahlen müssen. Die
IG Metall hat diesen Ausstiegsabsichten jedoch einen Riegel vorgeschoben.
„Vodafone wollte zwar den Rahmentarifvertrag mit der IG Metall nicht völlig in Frage stellen. Der Mobilfunkbetreiber beabsichtigte aber, sich aus der Gehaltsdynamik des Flächentarifvertrags zu stehlen. Das haben wir für die nächsten fünf Jahre verhindern können“, sagt Konrad Jablonski, Unternehmens- und Tarifbeauftragter der IG Metall bei Vodafone. „Damit gibt es für die Beschäftigten eine klare Perspektive. Sie hätten sich nämlich ansonsten ihre Ge­haltserhöhungen womöglich alljährlich erstreiken müssen. Außerdem haben wir die Gelegenheit genutzt, den RTV zu modernisieren. Mit den neuen Entgeltbändern auch im RTV TK, die es bei Costumer Operations (COPS) und im Vertriebsbereich schon gab, erledigt sich das ärgerliche Thema der Verrechnung von übertariflichen Zulagen mit Tariferhöhungen weitgehend. Und auch
Höhergruppierungen werden durch einen gleichmäßigen Bandabstand erleichtert.“
Allerdings musste die IG Metall im Gegenzug Zugeständnisse machen. Ab 2017 werden 70 Prozent der Entgelterhöhung aus der Fläche weiterhin kollektiv als tarifliche Basis allen Tarifbeschäftigten ausgezahlt. Entsprechend werden auch die neuen Entgeltbänder und alle bisherigen übertarif­lichen Zulagen bis zur Bandobergrenze erhöht. Aber 30 Prozent des Gesamtvolumens wird Vodafone künftig individuell als dauerhafte tarifliche Zusatzerhöhung gewähren – unter anderem auch, damit die Beschäftigten nach Neueinstellung oder Höhergruppierung in überschaubarer Zeit mindestens den Bandmittelpunkt erreichen.
Eine Besonderheit gibt es auch beim Auszahlungsmodus: Im August 2016 erhielten die Vodafone-Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro (ohne dass sie mit übertariflichen Zulagen verrechnet wurde), im September 2016 und im Mai 2017 – jeweils zwei beziehungsweise einen Monat später als im Flächentarifvertrag vorgesehen – bekommen sie eine Entgelterhöhung in Höhe von 2,0 beziehungsweise 2,8 Prozent. Von den 2,8 Prozent in 2017 sind dann 2,0 Prozent kollektiv auszuschütten und 0,8 Prozent für tarifliche Zusatzerhöhungen im Entgeltband zu verwenden.
Ausgenommen von den Veränderungen sind die Beschäftigten aus dem Bereich COPS. Hier erfolgt keine Aufteilung der Tariferhöhung, sondern hier wird das ganze Volumen an die Tarifbeschäftigten weitergegeben.

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