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IG Metall: die Gewerkschaft in der ITK
Die Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche (ITK) gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Seit mehr als 40 Jahren gestaltet die IG Metall mit den Beschäftigten aktiv die Arbeitsbedingungen in der Branche mit. In nahezu allen ITK-Unternehmen engagieren sich unsere Mitglieder für sichere Arbeitsplätze, Gute Arbeit und gerechte Einkommen. In großen und in kleinen Betrieben stehen wir den Beschäftigten kompetent zur Seite, beraten und informieren sie. Unsere Tarifverträge und Entgeltanalysen wirken weit in die Branche.

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IAV GmbH: Tarifeinigung nach langer Blockade

30.09.2016 | Seit 26 Jahren gibt es bei dem Entwicklungsdienstleister Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) GmbH gute Tarifverträge mit der IG Metall, die regelmäßig weiterentwickelt werden konnten. In diesem Jahr mauerte der Arbeitgeber, den tariflichen Forderungen nach mehr Geld stattzugeben.

IAV

Statt die Tariferhöhung des Flächen­tarifvertrags der Metall- und Elektro­industrie zu übernehmen – wie in den vergangenen Jahren regelmäßig praktiziert –, ließ das IAV-Management bereits in der ersten Verhandlungsrunde erkennen, die bisherigen Entgeltstrukturen verändern zu wollen. Vorher wer­de das Unternehmen keiner prozentu­alen Entgelterhöhung zustimmen. Auch in einer weiteren Verhandlungsrunde bestand IAV darauf, die Einstiegsgehälter zu senken und Entgeltstrukturen nach unten zu korrigieren, ehe überhaupt über Lohnerhöhungen gesprochen werde.
Die IG Metall sah in diesem Verhalten eine Provokation. „Wenn der Arbeitgeber eine Tariferhöhung für alle Beschäftigten davon abhängig macht, dass
die IG Metall in einen rechtlich verbind­lichen Tarifvertrag eingreift und damit an anderer Stelle Verschlechterungen durchsetzen will, dann ist das unseriös und hat mit fairen Verhandlungen nichts zu tun“, sagte Thilo Reusch, Verhandlungsführer der IG Metall und Bezirkssekretär der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Auch die Beschäftigten waren mit dieser Blockadehaltung von IAV nicht einverstanden. An allen Standorten kam es zu Protestaktionen. Insbesondere am größten IAV-Standort Gifhorn mit 3000 von insgesamt 6500 Beschäftigten bundesweit beteiligten sich viele Kolleginnen und Kollegen an Protestaktionen, die immer freitags stattfanden. Das ließ den Arbeitgeber nicht ungerührt. In der dritten Verhandlungsrunde am 31. August zeigte er sich nach achtstündigen Verhandlungen endlich kompromissbereit.
Vereinbart wurde, das Tarifergebnis in der Metall- und Elektroindustrie auch in diesem Jahr für die IAV-Beschäftigten umzusetzen. Eine Entgelterhöhung von 2,8 Prozent rückwirkend ab dem 1. Juni 2016 und eine weitere Erhöhung von 2,0 Prozent ab dem 1. März 2017 sind der Lohn für den solidarischen Einsatz der Belegschaften. IG Metall und Arbeitgeber verständigten sich zusätzlich darauf, Gespräche über eine eventuelle Veränderung der Entgeltsystematik bis Ende März 2017 zu führen.
Thilo Reusch ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Nur durch die Aktionen an den ,Tariffreitagen‘ an allen Standorten und die große Unterstützung der Belegschaft war dieser Durchbruch nach sechsmonatiger Hängepartie möglich.“

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