Willkommen bei der IG Metall

IG Metall: die Gewerkschaft in der ITK
Die Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche (ITK) gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Seit mehr als 40 Jahren gestaltet die IG Metall mit den Beschäftigten aktiv die Arbeitsbedingungen in der Branche mit. In nahezu allen ITK-Unternehmen engagieren sich unsere Mitglieder für sichere Arbeitsplätze, Gute Arbeit und gerechte Einkommen. In großen und in kleinen Betrieben stehen wir den Beschäftigten kompetent zur Seite, beraten und informieren sie. Unsere Tarifverträge und Entgeltanalysen wirken weit in die Branche.

Betrieb & Praxis - NSN

Nokia: Gegen Stellenabbau und Standortschließung

30.09.2016 | Nach der Übernahme von Alcatel-Lucent zu Beginn dieses Jahres ist der Telekommunikationsausrüster Nokia Weltmarktführer in diesem Bereich – mit wachsenden Umsätzen. Das hindert das Unternehmen jedoch nicht, massiv Stellen abzubauen.

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Von den rund 4850 Beschäftigten in Deutschland sollen bis Ende 2018 1400 ihren Arbeitsplatz verlieren. Geplant ist, den Standort Berlin und den Standort Düsseldorf teilweise zu schließen. Die Entwicklungsleistungen sollen nur noch auf den Standort Ulm konzentriert werden. Überall sonst in Deutschland – kündigte der Telekommunikationskonzern an – werden die Entwicklungsabteilungen aufgelöst.
„Nokia spricht von Synergien, die der Konzern nach der Übernahme von Alcatel-Lucent nutzen will“, berichtet Horst Schön, Vorsitzender des Nokia Betriebsrats München.
„In Wirklichkeit geht es aber darum, Tätigkeiten – und gerade auch Entwicklungstätigkeiten – in Low-cost-Länder zu verlagern.“
Offenkundig wolle Nokia sein Portfolio umbauen, wie der Kauf von Whitings zeige. „Nur darauf will der Konzern seine Ressourcen ausrichten – auch wenn der Erfolg dieser Strategie völlig ungewiss ist“. Mit einer von der Geschäftsleitung in Auftrag gegebenen Studie will diese zukunftsfähige Beschäf-tigungsfelder ausmachen, so Schön.
Zurzeit verhandelt die IG Metall mit Nokia über einen Sozialtarifvertrag. In einem ersten Schritt hat die IG Metall per Tarifvertrag erreicht, dass vom Stellenabbau betroffene Beschäftigte auf freiwilliger Basis aus dem bestehenden Arbeitsvertrag in neue „gute Arbeit“ mit angemessener Abfindung vermittelt werden. Sollten sie in ihrem neuen Job weniger verdienen, erhalten sie über zwei Jahre hinweg einen Gehaltsausgleich.

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