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IG Metall: die Gewerkschaft in der ITK
Die Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche (ITK) gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Seit mehr als 40 Jahren gestaltet die IG Metall mit den Beschäftigten aktiv die Arbeitsbedingungen in der Branche mit. In nahezu allen ITK-Unternehmen engagieren sich unsere Mitglieder für sichere Arbeitsplätze, Gute Arbeit und gerechte Einkommen. In großen und in kleinen Betrieben stehen wir den Beschäftigten kompetent zur Seite, beraten und informieren sie. Unsere Tarifverträge und Entgeltanalysen wirken weit in die Branche.

Arbeit & Beruf - Soziale Sicherheit

Crowd Work: Nicht zwangsläufig unfaire Arbeit

30.09.2016 | Die Crowd-Worker-Szene in Deutschland ist bisher ziemlich unerforscht. Licht ins Dunkle bringt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung von Professor Jan Marco Leimeister, David Durward und Shkodran Zogaj, die im Juli 2016 veröffentlicht wurde. Hierbei wurden 434 Crowd Worker befragt. Ihre zentrale Aussage: Crowd Work ist nicht in jedem Fall unfaire und prekäre Arbeit.

Auf den verschiedenen Plattformen (Microtask-Plattformen, Marktplatz-Plattformen, Design-Plattformen und Testing-Plattformen) gibt es einen beachtlichen Teil von Crowd Workern, der schulisch sehr gut ausgebildet ist. 48 Prozent derjenigen, die auf Marktplatz- und Design-Plattformen arbeiten, verfügen über einen Hochschulabschluss. Hier tummeln sich oft berufserfahrene Selbstständige und Freiberufler, die ihr Engagement dort hauptberuflich betreiben. Rund ein Fünftel von ihnen verdient monatlich mehr als 1000 Euro. Auf Microtask- und Testing-Plattformen wird allerdings deutlich weniger verdient.
Der typische Crowd Worker ist ledig und arbeitet durchschnittlich 15 Monate in diesem Job, manche allerdings über Jahre hinweg. Männer und Frauen sind zu fast gleichen Teilen auf den Plattformen vertreten. Rund 51 Prozent sprechen sich für eine Interessenvertretung aus, am stärksten die Crowd Worker, die auf Design-Plattformen arbeiten. Diese befinden sich häufig in einem ergebnisorientierten Wettbewerb, bei dem viele von ihnen leer ausgehen. Es ist vermutlich diese Arbeitsform, die ihnen missfällt. Überdies vermissen viele Crowd Worker Möglichkeiten, um sich zu qualifizieren oder sich plattformübergreifend zu profilieren.

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