Willkommen bei der IG Metall

IG Metall: die Gewerkschaft in der ITK
Die Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche (ITK) gehört zu den größten Arbeitgebern in Deutschland. Seit mehr als 40 Jahren gestaltet die IG Metall mit den Beschäftigten aktiv die Arbeitsbedingungen in der Branche mit. In nahezu allen ITK-Unternehmen engagieren sich unsere Mitglieder für sichere Arbeitsplätze, Gute Arbeit und gerechte Einkommen. In großen und in kleinen Betrieben stehen wir den Beschäftigten kompetent zur Seite, beraten und informieren sie. Unsere Tarifverträge und Entgeltanalysen wirken weit in die Branche.

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Ausbildungs- und Einstiegsentgelte in der ITK-Branche: Gute Startbedingungen

20.03.2017 | Die ITK-Branche braucht gut qualifizierten Nachwuchs. Der immer wieder von den Arbeitgebern behauptete Fachkräftemangel hat zumindest bewirkt, dass die Unternehmen seit 2014 wieder dabei sind, ihre Ausbildungskapazitäten auszuweiten – auch wenn dies bisher längst nicht reicht. Und auch die Vergütungen für Azubis sowie die Gehälter für Neueinsteiger ziehen – wie bereits im vergangenen Jahr – weiter an.

Einstiegsgehälter für Absolventen/innen 2016/17

Viele ITK-Unternehmen scheinen erkannt zu haben, dass sie sich ihren Fachkräfte-nachwuchs nicht ohne weiteres „von der Stange“ kaufen können, sondern vermehrt selbst etwas dafür tun müssen. Sie haben daher vielfach ihre Ausbildungskapazitäten ausgeweitet und geben auch mehr Frauen die Chance, einen IT-Beruf auszuüben. Darüber hinaus locken sie vermehrt mit attraktiven Einstiegsgehältern.

Während über alle Berufsbilder hinweg die Nachfrage nach Ausbildungsstellen in den letzten Jahren zurückgegangen ist, erhöhte sich – nach Jahren der Stagnation – die Anzahl der Ausbildungsplätze in der ITK-Branche seit 2014 kontinuierlich. Allein 2016 gab es in der ITK-Branche 744 Ausbildungsplätze mehr als im Vorjahr (plus 4,9 Prozent). Vor allem bei den Fachinformatikern/-innen und Informatikkaufleuten gab es deutliche Zuwächse (plus 9,4 Prozent beziehungsweise 7,4 Prozent), während die Ausbildungsstellen bei den ITK-System-Elektronikern/-innen und -Kaufleuten stark (um 10,8 beziehungsweise 11,9 Prozent) zurückging.

Junge Frauen fördern
Erfreulich ist, dass inzwischen auch vermehrt junge Frauen den Zugang zu IT-Berufen finden. Allein bei den Ausbildungsplätzen im Bereich Fachinformatik erhöhte sich der Frauenanteil um 14,4 Prozent, bei den Infor­matikkauf­leu­ten sogar um 22,4 Prozent.
Dank der guten Tarif­abschlüsse der IG Metall in den vergangenen Jahren, aber auch als Ausdruck der verstärkten Bemühungen der Arbeitgeber, junge Leute für ihre Unternehmen zu gewinnen, verbesserten sich die Ausbildungsvergütungen. Sie stiegen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich fünf Prozent. Bei den dual Studierenden erhöhten sich die Ausbildungsvergütungen sogar um durchschnittlich sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch bei den Einstiegsgehältern gab es eine Erhöhung, wenn auch mit 2,6 Pro­zent eher moderat.
Die jährliche ITK-Entgelterhebung der IG Me­­tall ist zwar die umfangreichste Informationsdatenbank über in der Branche gezahlte Vergütungen und Gehälter. Allerdings gibt es noch weitere Quellen, die die Entgeltsituation in diesem Bereich beleuchten. So etwa ermittelt der Branchenverband Bitkom quartalsmäßig Wertveränderungen bei den Bruttomonatsverdiensten (ohne Sonderzahlungen) auf der Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes und eigener Berechnungen.

Weniger Geld in Start-ups
In einer Umfrage befragte der Verband 2016 rund 150 Start-up-Gründer zu den Bruttomonatseinkommen in ihren Betrieben. Danach liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Junioren in Start-ups bei 31400 Euro, für Beschäftigte auf dem Senior-Level bei rund 46500 Euro und für Fachkräfte in leitender Funktion bei rund 55800 Euro. Das Gehalt könne etwas geringer ausfallen als in etablierten Unternehmen, betont der Verband und verweist dabei gleichzeitig auf die Vorteile in diesen Betrieben: flache Hie-rarchien, flexible Arbeitszeiten und moderne Büros.

Eine weitere Quelle für Informationen zu den Entgelten in der ITK-Branche bietet die Webseite „Lohnspiegel.de“ des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung (WSI). Mit einem Klick lassen sich jeweils die Gehälter in 380 Berufen aufrufen. Unter der Berufsgruppe EDV/IT-Berufe sind unter anderem die durchschnittlichen Brutto-monatseinkommen von Fachinformatikern, Informatikern, IT-Beratern, IT-System-Elektronikern und -Kaufleuten aufgelistet. Die Beträge basieren durchweg auf den An­ga­ben, die das WSI durch seine Online-Umfrage gewonnen hat, an der sich alle Beschäftigten beteiligen können (www.lohnspiegel.de).

Gerade Berufseinsteigern empfiehlt die IG Metall, sich ein umfassendes Bild über ihre Verdienstmöglichkeiten in der ITK-Branche zu verschaffen und diese Informationen bei den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über den Arbeitsvertrag zu nutzen. Sie unterstützt ihre Mitglieder mit vielen weiteren Informationen zur Ge­staltung des Arbeitsvertrags, zur Ausbildungssituation und über arbeitsrechtliche Ansprüche.

Gehälter für Ingenieurinnen und Ingenieure 2016/2017

Branchenübergreifend veröffentlicht die IG Metall seit Jahren die Tarifgehälter von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Metall- und Elektroindustrie. Sie hat dazu sieben regionale Flyer herausgegeben, die die jeweiligen Ingenieurgehälter in den unterschiedlichen Tarifgebieten (Bezirk Küste, Bezirk Berlin-Brandenburg und Sachsen, Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Bezirk Mitte, Bezirk Nordrhein-Westfalen, Bezirk Baden-Württemberg, Bezirk Bayern) abbilden. Dabei werden auch Daten des WSI-Lohnspiegels über Entgelte in unterschiedlichen Ingenieur-Tätigkeiten präsentiert.

  • ­Die Flyer können über die IG Metall bezogen werden: IG Metall Vorstand, Branchenkoordination ITK, 60519 Frankfurt am Main, E-Mail: itk@igmetall.de

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