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ITK-Ausbildungsverträge: Unzureichender Anstieg

14.03.2016 | Die Zahl der Ausbildungsplätze in den „klassischen” ITK-Berufen (Fachinforma­tiker/-in, Informatikkaufmann/-frau, IT-System-Elektroniker/-in, IT-System-Kaufmann/-frau) ist im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent angestiegen.

Entwicklung ITK-Ausbildungsverträge

2015 wurden nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) 15.294, im Jahr davor 15.006 neue Ausbildungsverträge ge­schlossen. Zuwächse gab es vor allem bei den Fachinformatikern/-innen (plus 3,1 Prozent) und IT-Systemkaufleuten (plus 2,4 Prozent).

Aus Sicht der IG Metall ist dieser Anstieg zwar erfreulich. Er steht aber in keinem Verhältnis zum realen Beschäftigungsanstieg in der ITK-Branche und zu den Prognosen über den Fachkräftebedarf. Der Anteil der Auszubildenden in den IT-Berufen an der Gesamtzahl der ITK-Beschäftigten verschlechtert sich damit sogar.

„Wir fordern die ITK-Unternehmen auf, ihre Ausbildungsanstrengungen dringend und drastisch zu erhöhen und stärker selbst für den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sorgen”, sagt Michael Schmitzer, Leiter Ressort Junge IG Metall. „Die Branche steht vor akuten Problemen bei der Aquise von Personal. Dabei sind die Ausbildungsberufe durch die Kombination aus technischen und sozialen Inhalten sehr attraktiv. Besonders internetaffine junge Leute haben durch ihre Technikbegeisterung und ihre Innovationsbereitschaft schon den passenden Zugang und den Willen, sich einzubringen. Diese Chance sollten die Unternehmen der ITK-Branchen nutzen. Denn Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmens.”

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