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Arbeit & Beruf - Gesundheit & Ergonomie

Führungsstil kann krank machen

31.10.2004 | Gesundheitsstudie ITmobil der Techniker Krankenkasse
Die Gesundheit von IT-Beschäftigten wird vor allem durch den Führungsstil im Betrieb beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der...

Gesundheitsstudie ITmobil der Techniker Krankenkasse
Die Gesundheit von IT-Beschäftigten wird vor allem durch den Führungsstil im Betrieb beeinflusst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Techniker Krankenkasse. Mitarbeiterorientierte Führung kann dazu beitragen, »Ausgebranntsein« in der Arbeit zu verhindern.

Die Befunde der von der Techniker Krankenkasse (TK) in Auftrag gegebenen Gesundheitsstudie »ITmobil« lassen aufhorchen: Fehlende Beteiligungsmöglichkeiten, mangelnde Zeittransparenz, geringe Klarheit von Zielen und häufige Störungen, die den Arbeitsablauf behindern, bergen für IT-Beschäftigte ein hohes Risiko von »Burn-out« und schlechtem Gesundheitszustand. Weitere Risikofaktoren sind mangelhafte inhaltliche Qualität der Arbeit und ein belastendes Sozialklima.

Je weniger mitarbeiterorientiert die Führung ist, um so wahrscheinlicher können negative Gesundheitsfolgen nachgewiesen werden, heißt es in der Studie. Wichtig für mehr Zufriedenheit in der Arbeit und damit für einen besseren Gesundheitszustand der ITler seien überdies mehr eigenständige Arbeit und größere Mitsprachemöglichkeiten der Einzelnen.
Für die Untersuchung wurden von der Transfer- und Kooperationsstelle für Arbeitsgestaltung an der Universität Wuppertal im Auftrag der TK 303 IT-Beschäftigte in 41 IT-Unternehmen – Kleinst-, Klein-, Mittel- und Großbetrieben – befragt.

IT-Beschäftigte im Bereich der TK weisen zwar mit einem Krankenstand von 2,4 Prozent gegenüber dem Durchschnitt aller Berufsgruppen von 3,3 Prozent merklich weniger Krankheitstage auf. »Das muss aber nicht heißen, dass sie wirklich gesünder sind«, meint Gerhard Mahltig von der TK in Hamburg. »Es ist durchaus denkbar, dass viele ITler sich nicht krank gemeldet haben, obwohl sie dies objektiv waren. Es gibt nämlich einen deutlichen Zusammenhang zwischen krisenhafter wirtschaftlicher Entwicklung und niedrigen Krankenständen.«
Im Vergleich zu anderen Tätigkeiten liegt die Beanspruchung von ITlern im Mittelfeld. Die Arbeitsbedingungen sind verbesserungsbedürftig
Mit zunehmender Aufgabenspezialisierung steigt die Beanspruchung von ITlern. Das zeigt sich besonders bei Kleinunternehmen mit ihren oft unzureichenden Arbeitsstrukturen