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Arbeit & Beruf - Arbeitszeit

Arbeitszeit: Viele Berufstätige »always on«

29.05.2013 | Im ITK-Sektor fühlen sich immer mehr Beschäftigte psychisch und physisch dadurch belastet, dass sie ständig beruflich erreichbar sein müssen. Dies haben bereits verschiedene Untersuchungen belegt.

Always on

Eine neuere Studie des Branchenverbands Bitkom kommt zu dem Ergebnis, dass heute schon 77 Prozent aller Berufstätigen für ihre Chefs, Vorgesetzten, Kollegen und Kunden auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erreichbar sind. 30 Prozent sogar rund um die Uhr und 32 Prozent zu bestimmten Zeiten, vor allem nach Feierabend. Die Studie zeigt ebenfalls, dass durch Handy, E-Mail und Internet immer weniger Berufstätige an feste Arbeitszeiten und Arbeitsorte gebunden sind. 52 Prozent der befragten Unternehmen erwarten sogar von ihren Beschäftigten, dass diese außerhalb ihrer normalen Arbeitszeit beruflich für sie da sind und sich möglichst ständig im »standby«-Modus befinden.

Über die Folgen dieses »always on« für die Beschäftigten macht sich der Branchenverband wenig Gedanken. Eine gesetzliche »Antistress-Verordnung«, wie sie die IG Metall fordert, lehnt Bitkom rundweg ab. Eher vertraut er auf betriebliche Regelungen. Genau dazu hat die IG Metall ebenfalls bereits einige Ideen vorgelegt. Sie betreffen insbesondere den bewussteren und zeitlich begrenzten Umgang mit Handys und E-Mails in der Arbeit. Entsprechende Betriebsvereinbarungen wurden bereits bei BMW, Daimler und VW abgeschlossen.

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