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Demografischer Wandel

Arbeit & Beruf - Demografischer Wandel

Work&Age-Studie: Künftig Engpässe bei MINT-Berufen

20.02.2015 | Nach einer Studie der Universität Rostock im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit „Berufe im demografischen Wandel. Alterungstrends und Fachkräfteangebot” (2013) sind bei einigen MINT-Berufen deutliche Engpässe auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten.

MINT

Die Studie zeigt erstmals, welche spezifischen Berufe aufgrund des demografischen Wandels besonders vom Fachkräftemangel betroffen sind. Danach dürfte es in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) vor allem bei Elektroingenieuren bis 2020 zu erheblichen Engpässen auf dem Arbeitsmarkt kommen. Die Berufsgruppe altert relativ stark: 2011 lag der Anteil der Beschäftigten, die älter als 55 Jahre waren, bei 17 Prozent; im Jahr 2020 könnte sich dieser Anteil auf 34 Prozent verdoppeln, prognostiziert die Studie. Aber weil weniger jüngere Elektroingenieure nachfolgen als dann aussteigen werden, sehen die Autoren der Studie, Thusnelda Tivig, Golo Henseke und Jens Neuhaus diese Berufsgruppe bereits als „in ihrem Bestand gefährdet“ an. Bei anderen Ingenieuren, insbesondere Wirtschaftsingenieuren und Naturwissenschaftlern, sieht die Situation nicht ganz so dramatisch aus, verläuft der demografische Wandel also weniger kritisch. Es zeigt sich nach der Studie: Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur.

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