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Studie prophezeit unsichere Zeiten

13.09.2017 | Die Branche der Entwicklungs- dienstleister (EDL steht vor großen Herausforderungen. Das zeigt eine kürzlich erschienene Studie der Sozialwissenschaftlerin Antje Blöcker im Auftrag der IG Metall.

Zwar profitieren die Entwicklungs- dienstleister immer noch von der guten wirtschaftlichen Situation ihrer exportorientierten Kunden, insbesondere der Automobilindustrie. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Lünendonk erwartet, dass der Markt für Entwicklungsdienstleistungen bis 2022 um 4,0 bis 4,6 Prozent wächst.

Zugleich aber verschieben sich die Märkte – der Trend zur E-Mobilität schlägt auf das Geschäft durch. Mit einem stabilen Zuwachs können nur die großen Firmen rechnen, insbesondere wenn sie sich auf Elektrik, Elektronik und Embedded Systems spezialisiert haben. Aber auch die großen Player geraten verstärkt unter Druck. Automobilkonzerne strukturieren ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen um. Wichtige Aufträge für die Dienstleister fallen weg, Projekte werden zerstückelt und verkleinert. Die Studie zeigt auch: Entwicklungsdienstleister sind dann richtig erfolgreich, wenn ihre Belegschaften hoch qualifiziert sind, die Fluktuation gering bleibt und sie auch große Projekte problemlos übernehmen können. Langfristig werden wohl nur jene Unternehmen im Geschäft bleiben, die vorausschauend investieren, ihr Personal ständig weiterqualifizieren und ihre Beschäftigten mit attraktiven, tariflich gesicherten Arbeitsbedingungen an sich binden.

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