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Alcatel-Lucent Frankreich: Gewerkschaften gegen Stellenabbau

06.01.2014 | Auch in seinem Mutterland Frankreich plant der Telekommunikationskonzern Alcatel-Lucent einen massiven Umbau.

Alcatel-Lucent

Unter anderem hat er vor, fünf von sieben Standorten in Frankreich zu schließen. Zudem kündigte er an, bis zu 5600 Stellen in verschiedenen Unternehmensbe­reichen zu streichen. Einzelne Ge­schäftsfelder sollen ausgliedert oder verkauft werden.
Die Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften fühlten sich durch diese Pläne provoziert. Besonders brachte sie auf, dass die Alcatel-Lucent-Geschäftsführung in Frankreich sie im Rahmen eines „Sozialen Dialogs“ über ihre Restrukturierungspläne informieren wollte. Sie legte ihnen ein fünf Punkte-Programm vor, in dem die massiven Einschnitte festgelegt wurden. Darin sahen die Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter nichts anderes als ein Diktat.
Sie verließen daraufhin die Kon­ferenz am 13. November 2013 und kündigten an, dass es „Zeit sei, zu handeln“. Es folgten betriebliche Protestaktionen an mehreren Stand­orten.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, inwieweit die Konzern-Spitze bereit ist einzulenken.
Auch die französische Regierung überlegt derzeit, wie sie dem angeschlagenen Unternehmen unter die Arme greifen und einen massiven Beschäftigungsabbau abwenden kann.

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