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IndustrieAll/UNI: Gemeinsam gegen Stellenabbau bei IBM

13.06.2014 | Mit einem gemeinsamen Forderungspaket haben sich die IndustriAll Global Union, der auch die IG Metall angeschlossen ist, sowie die UNI Global Union an den IBM-Vorstand gewandt, um gegen den angekündigten Stellenabbau zu protestieren.

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Mit seinen Roadmaps 2010 und 2015 habe sich IBM zu einer ausschließlich profitorientierten „Maschine” entwickelt, kritisieren die beiden globalen Gewerkschaftsbünde, die sich bei IBM zur Global Union Alliance@IBM zusammengeschlossen haben. „Der Gewinn pro Aktie ohne Rücksicht auf die eigenen Mitarbeiter ist zum bedeutendsten Ziel für das Unternehmen geworden. Daran droht der Konzern nun innerlich zu zerbrechen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Anzahl der Beschäftigten sei in diesem Jahr erstmals seit zehn Jahren rückläufig. Dies stehe in deutlichem Zusammenhang mit einem rigiden Kostensparprogramm für immer höhere Profit-Margen. Wenn sich an dieser Strategie nichts ändere, würden bald Tausende von weiteren Arbeitsplätzen verloren gehen.

In dem gemeinsamen Forderungspaket verlangen die Gewerkschaften eine Unternehmensstrategie, die sich nicht ausschließlich am Gewinn orientiert, sondern auch die Leistung der IBM-Beschäftigten an der Geschäftsentwicklung anerkennt. Sie fordern ferner verbesserte Arbeitsbedingungen und die weltweite Anerkennung der Gewerkschaften als Partner im Sozialen Dialog und als Tarifpartei.

„IBM ist dabei, Stellen abzubauen und auszugliedern und zwingt damit die Beschäftigten in prekäre Arbeitsverhältnisse”, kritisiert Kann Matsuzaki, Leiter des Bereichs ITK bei der IndustriAll Global Union. „Wir müssen mehr Druck in den Betrieben entfalten, um besser verhandeln zu können. Deshalb ist das gemeinsame Vorgehen so wichtig.”

Der Konzern habe die Bedeutung der eigenen Beschäftigten systematisch unterschätzt, heißt es in dem Papier. Seine Personalstrategie ziele vor allem darauf, Stellen abzubauen und nehme dafür mangelnde Motivation und ein Klima der Angst in Kauf. „Wir verlangen von IBM uns gegenüber ein respekt- und würdevolles Verhalten, das sich auch darin zeigt, dass es den eigenen Beschäftigten zuhört, wenn diese innerhalb der IBM ihre Situation diskutieren”, sagt Lee Conrad, langjähriger Koordinator von IBM Global Alliance. „Wir wollen eine bessere IBM und eine bessere Zukunft für IBM-Beschäftigte weltweit.”

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