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Entgelt & Tarif - Tarif / Betrieb & Praxis - Atos (incl. SIS)

Atos Group Business Unit: Beschäftigungssicherung per Tarifvertrag

10.11.2014 | Nachdem die IG Metall bei Atos Anfang Juni bereits für die Bereiche Information Technology (IT) und International Germany (IG) am Standort Hahnstraße in Frankfurt Beschäftigung sichernde Maßnahmen erzielt hat, ist sie nun zuversichtlich, für das ganze Unternehmen – und damit auch für alle anderen Atos-Standorte in Deutschland – tarifliche Regelungen zur Beschäftigungssicherung zu vereinbaren.

Den Umbruch in der ITK-Branche bekommt der IT-Dienstleister Atos ziemlich deutlich zu spüren. Outsourcing, Konsolidierung der Standorte und der Abbau von „Überkapazitäten“ stehen seit Jahren auf der Tagesordnung.

Die im März aus heiterem Himmel angekündigte Schließung des Atos-Standorts Hahnstraße konnten IG Metall, Betriebsrat und Belegschaft verhindern.

Mit ihrem Protest erreichten sie sogar, dass Atos sich im Juli dazu verpflichtete, 122 Be-schäftigte dort weiterzubeschäftigen, den Standort Hahnstraße mit einem anderen Frankfurter Standort zu verschmelzen, Be-schäftigten zwischen 57 und 60 Jahren Altersteilzeit zu ermöglichen und vom Arbeitsplatzabbau bedrohten Kolleginnen und Kollegen eine Transfergesellschaft an-zubieten. Außerdem hat sich Atos bereit erklärt, über einen Tarifvertrag zu verhandeln, der Flexi-Maßnahmen zur Beschäf-tigungssicherung vorsieht.

Im Juli ist zwischen der IG Metall und Atos auch darüber gesprochen worden, für alle Atos-Standorte in Deutschland auf tarifvertraglicher Basis Beschäftigung zu sichern und dadurch betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Die Verhandlungen sind nach der Sommerpause angelaufen. Es geht dabei auch darum, ein Maßnahmenbündel zu vereinbaren, das den besonderen Bedingungen eines IT-Dienstleisters gerecht wird.