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Metallabschluss: Viele ITKler profitieren

06.03.2015 | Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie bedeutet für mehrere tausend Beschäftigte etwa bei Atos, Vodafone, Bosch, Daimler und VW automatisch einen Entgeltzuwachs um 3,4 Prozent. Bei nicht tarifgebundenen Unternehmen, wie SAP, können die Beschäftigten vielfach gerade mal einen Inflationsausgleich erhoffen.

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Während sich die ITK-Beschäftigten in den Unternehmen, die sich an den Flächentarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie orientieren, über eine reale Einkommenssteigerung und über Altersteilzeit freuen können, sieht es bei nicht tarifgebundenen Unternehmen, wie beispielsweise bei der SAP SE, anders aus. Hier erhalten die Beschäftigten rückwirkend zum 1. Januar 2015 drei Prozent mehr Geld. Dies gilt aber nicht für alle. Gesichert für jeden beziehungsweise jede Beschäftigte ist nur der um ein Prozent erhöhte Sockel, um den die Tabellenwerte verschoben sind. Die restlichen zwei Prozentpunkte werden vom Vorgesetzten gewährt – oder eben nicht, je nachdem wie dessen Beurteilung ausfällt.

Für viele SAPler gleicht der Gehaltszuwachs daher gerademal die Teuerungsrate aus. Zudem driften die Entgelte bei SAP immer weiter auseinander und bleiben langfristig – insbesondere bei den niedrigen und mittleren Gehaltsgruppen – hinter denen in der klassischen Industrie.

Die ITKler, für die der Metallabschluss gilt, profitieren auch von den neuen Regelungen bei der Alters- und Bildungszeit. So können in diesen Betrieben vier Prozent der Beschäftigten Altersteilzeit beanspruchen, unabhängig davon, ob der Vorgesetzte sie für ersetzbar hält oder nicht. Außerdem erhalten sie höhere Aufstockungsbeträge. Überdies können bis zu einem Prozent der Beschäftigten eine bis zu siebenjährige Bildungsteilzeit nutzen. Übertragen beispielsweise auf SAP würde das bedeuten, dass sich rund 1.200 Beschäftigte ausgiebig weiterbilden könnten.

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