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IG Metall zu Besuch beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Einführung in die Bedrohungslage

13.06.2014 | Als Wunschpartner, um das Sicherheitsbewusstsein in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken, wurde die Delegation der IG Metall Mitte April vom Präsidenten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) herzlich willkommen geheißen. Die Sicherheit der Beschäftigtendaten und Risiken für Arbeitsprozesse standen im Mittelpunkt des Dialogs.

IG Metall beim BSI

Viel Zeit nahmen sich Michael Hange, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und sein Team, um die Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall konzentriert über die aktuellen Herausforderungen der Datensicherheit zu informieren. „Einführung in die Bedrohungslage” lautete dann folgerichtig auch der erste Tagesordnungspunkt des Besuchsprogrammes.

Christiane Benner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall sowie die Betriebsräte und Datenschutzexperten Norbert Baumgarten von Hewlett Packard, Bernd Öhrler der Daimler AG, Gunter Wachholz der Volkswagen AG, Andreas Sesterhenn von Atos sowie Johannes Katzan aus dem ITK-Branchenteam der IG Metall, informierten sich aus erster Hand darüber, wie der Datenverkehr im weltweiten Netz sicherer gestaltet werden kann. Daran arbeitet das BSI. In Zeiten des Heartbleed Bug, geklauter Passwörter und angesichts bekannter Risiken des Internet Explorers hat das Bundesamt nunmehr alle Hände voll zu tun, um über Risiken aufzuklären und gegen Verschwörungstheorien anzuarbeiten.

Dass der Besuch der IG Metall willkommen war, hat einen einfachen Grund: Das BSI wünscht sich Partner mit breiter gesellschaftlicher Verankerung, „um das Sicherheitsbewusstsein in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken”, wie Michael Hange hervorhob.

„Wenn es um Krisenprävention in unseren Betrieben geht, müssen wir unseren Blick weiten”, fasst Christiane Benner eine Erkenntnis aus der Diskussion zusammen. „Wir müssen Risiken in den Blick nehmen, die durch die Angreifbarkeit digitaler Steuerungsprozesse entstehen – so wie wir die Auswirkungen von etwaigen Naturkatastrophen auf die Produktionsketten und die Beschäftigung betrachten.”

Zum Abschluss des Besuches lud Michael Hange die IG Metall ein, an der Allianz für Cybersicherheit mitzuwirken, um die Sicherheit der Beschäftigtendaten zu stärken und Risiken für Arbeitsprozesse in den Blick zu nehmen.

Die Metallerin und der BSI-Präsident waren sich einig, dass es an der Zeit sei, eine Zertifizierung im Datenschutz zum Standard zu machen. Michael Hange verwies auf einen großen Bedarf an besonderen IT-Spezialisten, beispielsweise an IT-Forensikern, die den Tatort eines Cyberangriffs genau untersuchen und so erst Aufklärung ermöglichen.

Ein weiteres Ergebnis des Besuches ist, dass Oliver Klein vom BSI bei der IT- und Engineering-Tagung der IG Metall im September über Datensicherheit beim mobilen Arbeiten referieren wird. „Die Sicherheit von Informationen und Daten ist die Grundlage für die informationelle Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter”, betonte Christiane Benner und lud den BSI-Präsidenten zur Zusammenarbeit beim Thema „ArbeitnehmerInnendatenschutz” ein. Damit rannte sie bei Michael Hange offene Türen ein.

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