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ITK-Sektor - Technik, Sicherheit & Umwelt

Energiewende: IT hilft, Kosten zu senken

10.11.2014 | Der Ausbau der Verteilernetze für die Energiewende kann deutlich geringer und dafür kostengünstiger und umweltfreundlicher mit Hilfe von intelligenten Technologien auf der Basis von IT und Telekommunikation erfolgen als bisher angenommen.

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Zu diesem Ergebnis kommt die im September 2014 vorgestellte Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Moderne Verteilernetze für Deutschland”.

Bislang wurde davon ausgegangen, dass bis zum Jahr 2032 zwischen 130.000 bis 280.000 Kilometer zusätzliche Leitungen notwendig sind, um den Strom insbesondere aus erneuerbaren Energien in Ortschaften und Häuser zu verteilen. Durch ITK-Kommunikation und -Steuerung wie Smart Meter Gateways und Smart Grids könnten mindestens 57000 Kilometer Leitungen eingespart und die jährlichen Zusatzkosten für den Netzausbau, so die Studie, um rund 20 Prozent gesenkt werden.

Weitere Einsparungen ergäben sich, wenn die Netzbetreiber Solar- und Wind-Anlagen künftig in geringem Maße – maximal drei Prozent – selbst steuern könnten. Der stärkere Einsatz von ITK und strengere Vorkehrungen für die Netz-sicherheit führten zwar zu Zusatzkosten, heißt es in der Studie. Aber diese seien moderat (rund zehn Prozent der Netzausbaukosten) und durch Standardisierung sowie durch das Zusammenführen von verschiedenen technischen Spezifikationen weiter reduzierbar.

Auch durch energieeffizientere Anlagen in Rechenzentren könnte das Ziel der Bundesregierung schneller erreicht werden, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent verglichen mit 1990 zu senken. Allein durch den vorzeitigen Austausch älterer Rechneranlagen lassen sich in Deutschland rund 200 Gigawattstunden Strom im Jahr und damit umgerechnet 115.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

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