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Betrieb & Praxis - Proservia

Proservia: Arbeitgeber plant Null-Runde

21.07.2017 | Trotz guter Auftragslage und einer Umsatzentwicklung „im grünen Bereich“ – wie das Management betont – sollen die mehr als 700 Beschäftigten des IT-Beratungsunternehmens Proservia in diesem Jahr auf eine Entgelterhöhung verzichten.

Proservia

Das deutschlandweit tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Eschborn gehört zur Manpower Group und verdankt seine Existenz im Wesentlichen dem Outsourcing der IT-Dienstleistungssparte von Hewlett Packard Enterprise (HPE) im August 2016.

„Eine Null-Runde ist den Kolleginnen und Kollegen kaum verständlich zu machen. Das ärgert sie auch,“ empört sich Volker Müller, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Proservia. „Nachdem sie in den letzten Jahren bei HPE nur sehr bescheidene Gehaltszuwächse bekommen haben und den Wechsel zu Proservia aktiv mitgetragen haben, sollen sie in diesem Jahr erstmals komplett leer ausgehen. Das finden sie unfair, dafür hat sich ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, nicht gelohnt.“

Viele Beschäftigte befürchten, dass dies nur der Auftakt für eine weitere Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen sein könnte. Das Management argumentiert damit, dass es im gesamten Manpower-Konzern in diesem Jahr keine Entgelterhöhung geben wird. In einigen Bereichen des Konzerns werden auch Stellen abgebaut. „Erfolgt nun eine Angleichung nach unten?, fragen sich die meisten“, so Müller. Die Geschäftsleitung habe zwar angekündigt, dass es bei Proservia „selektive“ Gehaltserhöhungen geben könnte. „Damit will der Arbeitgeber krasse Missverhältnisse ausgleichen. Wie das aber konkret ausgestaltet wird und wie viele der Kolleginnen und Kollegen dies betrifft, weiß niemand.“

Bei fast allen Proservia-Beschäftigten gelten nach dem Betriebsübergang noch Übergangsregelungen, die auch Regelungen zum Entgelt betreffen. Für Volker Müller steht fest: „Wenn der Arbeitgeber seinen Plan durchzieht, wird er daher auf den Widerstand der Belegschaft stoßen, die sich gerade verstärkt gewerkschaftlich organisiert.“

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